Es war zwar nicht einfach, dennoch ist es am Donnerstag und Freitag immer wieder großen und kleinen Gruppen in Frankfurt gelungen ist, die faktische Außerkraftsetzung politischer Grundrechte zu unterminieren und den öffentlichen Raum zurückzuerorbern. Hierzu gehörte auch eine von AktivistInnen aus dem transnationalen Netzwerk Afrique-Europe-Interact zusammen mit der attac-Bankwechselkampagne „Krötenwanderung jetzt!“ vorbereitete Aktion gegen Lebensmittelspekulation und Landgrabbing vor einer Filiale der Deutschen Bank im Frankfurter Stadtteil Sachsenhausen. Insgesamt haben sich an der Aktion am Freitag ca. 200 Leute beteiligt, um so bemerkenswerter war, dass sich die Polizei am Ende mit einem „gerade mal“ halbstündigen Kessel zufrieden gegeben hat…
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Blockupy: Aktion gegen Deutsche Bank
Deutschland atmet auf: Polizei schafft Rassismus ab
Die Berliner Polizei hat auf Anfrage von Publikative.org bekräftigt, dass ein Mitarbeiter eines Döner-Imbisses “fremdenfeindlich” beleidigt worden sei, obwohl dieser möglicherweise gar nicht fremd sei, sondern deutscher Staatsbürger. Um einen rassistischen Vorfall könne es sich aber nicht handeln, denn dieser Begriff sei bei der Polizei nicht vorgesehen.
Von Roland Sieber
Heute Morgen um 10:30 Uhr veröffentlichte die Berliner Polizei folgende Pressemitteilung:
Imbiss-Mitarbeiter beleidigt – Pankow Ein Mitarbeiter eines Döner-Imbisses ist in der vergangenen Nacht in Buch beleidigt worden. Kurz nach 2 Uhr stiegen vier Personen aus einem Bus an der Endhaltestelle am S-Bahnhof Buch in der Wiltbergstraße grölend aus. Während zwei von ihnen ihren Weg fortsetzten, liefen die anderen beiden auf den Imbiss zu, warfen eine Bierflasche gegen einen Blumenkübel vor dem Geschäft und beleidigten den 44-Jährigen unter anderem fremdenfeindlich, bevor auch sie unerkannt ihren Weg fortsetzten. Erste Ermittlungen ergaben, dass das Quartett zuvor schon in dem Bus randaliert und dabei einen Signalknopf abgerissen hatte. Es wird wegen Sachbeschädigung und Beleidigung mit politischem Hintergrund ermittelt.
Auf die Nachfrage bei der Polizeipressestelle welche Hinweise vorliegen, dass der beleidigte Imbiss-Mitarbeiter „fremd“ sei, hieß es, dass dieser „einen Migrationshintergrund“ habe. Die Frage danach, ob es sich dabei um eine rassistische Beleidigung handeln könnte, wurde verneint. Es gäbe zwar keine Dienstvorschrift hierzu, aber es sei bundesweiter Sprachgebrauch bei der Polizei von dem Tatbestand der „Fremdenfeindlichkeit“ zu sprechen, weshalb es verneint werden müsse, dass dies ein rassistischer Vorfall vor dem Döner-Imbiss gewesen sei.
Das Wort „Fremdenfeindlichkeit“ würde bei betroffenen Menschen mit „Migrationshintergrund“ angewendet, wenn ein entsprechender politischer Hintergrund bei der Straftat eine Rolle spiele, unabhängig davon, ob der oder die Betroffene die deutsche Staatsbürgerschaft besitze oder nicht. Die Nachfrage, ob die Polizei damit auch deutsche Staatsangehörige als fremd bezeichne, wurde mit dem Hinweis auf den „Migrationshintergrund“ indirekt bejaht. Ob der 44-jährige Betroffen aus Berlin die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt, wollte oder konnte die Pressestelle nicht beantworten.
Der Versuch zu erfahren, was die Grundlage des Tatbestandes der „Fremdenfeindlichkeit“ sei und ob diese sich auf ein Gesetz oder einer anderen Vorgabe beziehe, wurde von der Polizei mit dem Hinweis auf den allgemeinen Sprachgebrauch sowie auf das Innen- und Justizministerium abgewiesen. Weder § 130 (Volksverhetzung) noch § 185 (Beleidigung) im Strafgesetzbuch führen den Begriff „Fremdenfeindlichkeit“ auf.
Leitfaden: Rassistisch, fremdenfeindlich oder rechtsextrem? Schwarze, weiße oder farbige Menschen?
Damit bestätigt eine Polizeibehörde offiziell, dass Menschen unabhängig von ihrer Staatsbürgerschaft, ihrem Geburtsort und / oder ihres Wohnsitzes als fremd bezeichnet werden, wenn diese einen „Migrationshintergrund“ haben. Rassistisch motivierte Straftaten gibt es im Polizeisprachgebrauch nicht, nur fremde Menschen. Die völkische Ideologie der Täter wird somit in Deutschland zur offiziellen Lesart erhoben.
Siehe auch: Geithain ist nicht Bollywood, Arsch huh und Gesicht zeigen, Gute Mitte, böse Nazis, Kontrolle wegen Hautfarbe: SS-Vergleich zulässig, Rassismus, Sexismus, Menschenverachtung – Humor bei der Polizei, Das Innenministerium und die Vielfalt der “Rassen”, Polizeiberichte: “Deutscher Gruß” und Schwarzafrikaner, Buchtipp: “Deutschland Schwarz Weiß – Der alltägliche Rassismus”, Leitfaden: Rassistisch, fremdenfeindlich oder rechtsextrem? Schwarze, weiße oder farbige Menschen?
Tipp:
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ffm: kritik an blockupy-orga
Nach den Aktionstagen und der Demo in Frankfurt wächst bei vielen TeilnehmerInnen der Blockupyproteste die Kritik an der Organisationsstruktur seitens Attac/Linkspartei und IL.
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Blockupy Solikundgebung in Neapel
Auch in Neapel zogen italienische AktivistInnen zum deutschen Konsulat, um ihren Protest gegen die Zustände in Frankfurt anlässlich der Blockupy-Aktionstage kund zu tun und um zu verlangen, dass dem unsäglichen Treiben eine Ende gesetzt wird. Dokumentation des Aufrufs und eines Berichts zur Aktion.
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[B]Für ein Europa ohne Grenzen und Sarrazin!
Kundgebungen:
20. Mai ab 20.30 Uhr, vor Gasometer Berlin, Torgauer Straße 12, Sarrazin-Werbesendung Günther Jauch
22. Mai ab 10.00 Uhr, vor Hotel Adlon, zur "Buchvorstellung" Sarrazin
Für ein Europa ohne Grenzen und Sarrazin! Kein Podium für Rassisten und Sozialchauvinisten!
Wir wollen ein gemeinsames, solidarisches Europa ohne Rassismus und soziale Ausgrenzung! Wir wollen ein Europa ohne Grenzen mit gleichberechtigter, selbstbestimmter Teilhabe aller Menschen!
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Die unheilige Allianz von Politik und Banken
Es wäre besser für die Bürger, wenn die europäischen Regierungen wieder ihre Interessen vertreten, anstatt zu versuchen, sich durch einen teuren Apparat aus Überwachungs- und Repressionsmaßnahmen zu schützen.
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Detmold: Kein Werben fürs Sterben
Vom 25. bis 28. Mai 2012 will die Bundesehr in Detmold (Ostwestfalen-Lippe) "die Vielseitigkeit der deutschen Streitkräfte und das breite Spektrum des Soldatenberufs" bei den Feiern zum "Nordrhein-Westfalen-Tag" zur Schau stellen.
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Voll der geile Griechenlandroman
Die Hetze gegen Griechenland schlägt bereits literarische Blüten. Gepaart mit der Arroganz der unwissenden Ignorant_innen kommt einer Herr Hansel des Weges und erklärt uns Griechenland aus der Sicht eines Krimiautors, der überall literarisch einschlägt, obwohl er außer mit Google noch nie in Griechenland war… <br/><br/>Eine Buchrezension
Tipp:
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02. Juni 2012: Auf nach Hamburg!
Vor vier Jahren haben norddeutsche Faschisten den sogenannten „Tag der deutschen Zukunft“ aus der Taufe gehoben. Seit dem finden jährlich Aufmärsche unter diesem Motto in verschiedenen Städten der Region statt. Der Tag scheint sich als festes Event in der Nazi-Szene etabliert zu haben. Die Teilnehmerzahlen stiegen auf bis zu 700, längst ist er auch überregional von Bedeutung. Höchste Zeit also, diese unsägliche Tradition und die Zukunft der rassistischen und völkischen Hetze zu beenden. Wenn die Nazis am 2. Juni versuchen durch Hamburg zu laufen, werden wir uns ihnen in den Weg stellen, die Straßen blockieren und sie angreifen wo wir nur können. Kurz: Ihren Aufmarsch zum Desaster machen. Wir überlassen den Faschisten keinen Meter!
Anreise: Zugfahrt aus Berlin (5 Uhr HBF) | Bus aus Braunschweig | Bus aus Burg | Bus aus NRW
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Erfurt: Zweiter und dritter Tag des BUKO34
Der Infoladen hat sich erfolgreich mit der Gastro-Kaffemaschine bekannt gemacht und die Küfa ist schwer mit Kochen beschäftigt, um die mittlerweile 300 KongressteilnehmerInnen satt und zufrieden zu machen. Die Workshops sind bis auf ein paar Ausnahmen gut gefüllt.
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